Grundschule Harenberg

30926 Seelze

Leistungsbewertung Mathematik

Leistungskriterien und Leistungsbemessung

Die Leistungsmessung in Mathematik soll sowohl inhalts- wie prozessbezogene Kompetenzbereiche berücksichtigen und bezieht sich auf mündliche, schriftliche und andere fachbezogene Leistungen.

Folgende Absprachen sind in der Fachkonferenz  der Schule sowie im Kreis der Seelzer Grundschulen getroffen worden:

1. Schriftliche Lernzielkontrollen
In Klasse 1 und  2 erfolgen 2 – 4 Lernzielkontrollen pro Halbjahr im Wesentlichen zu diagnostischen Zwecken. Ab Klasse 3 wird die Lernzielkontrolle benotet.

Lernzielkontrollen dienen der Überprüfung und dem Nachweis bezüglich der

  • Sicherheit im zuletzt erarbeiteten Unterrichtsstoff
  • Verfügbarkeit von zurückliegenden Inhalten
  • mathematischen Denkfähigkeit

Die Lernzielkontrollen sollen die Vielfalt der im Unterricht erarbeiteten Fertigkeiten und Kenntnisse widerspiegeln.

  • Inhaltsbezogene Kompetenzen sind unterschiedlich zu gewichten:
    Zahlen und Operationen ~40%
    Größen und Messen ~20%
    Raum und Form ~20%
    Muster und Strukturen ~10%
    Daten und Zufall ~10%
  • Prozessbezogene Kompetenzen stehen immer in direktem Zusammenhang mit mathematischen Inhalten. Kommunizieren und Argumentieren, Darstellen, Modellieren, Problemlösen sind gleichgewichtig


Die  Aufgaben sollen 3  Anforderungsbereiche berücksichtigen, wobei der Schwerpunkt auf dem Anforderungsbereich II liegt.
AB   I    Reproduzieren       (30%)
(Das Lösen der Aufgabe erfordert Grundwissen und das Ausführen von Routinetätigkeiten)

AB   II   Zusammenhänge herstellen     (50%)
(Das Lösen erfordert das Erkennen und Nutzen von Zusammenhängen)

AB   III  Verallgemeinern und Reflektieren   (20%)
(Das Lösen erfordert Tätigkeiten wie Strukturieren, Entwickeln von Strategien, Beurteilen und Verallgemeinern)

Lernzielkontrollen sollen in der Regel in 45 Minuten, d. h. in einer Unterrichtstunde, zu bewältigen sein.

  • Lösungswege und Teilleistungen werden berücksichtigt
  • die Bewertung erfolgt nach Punkten
  • für die Zensierung sind bezogen auf die Höchstpunktzahl folgende Vereinbarungen getroffen worden, insbesondere wenn der AB III umgesetzt wurde
Zensur 1 2 3 4 5 6
Prozente 100 – 98 97 – 85 84 – 68 67 – 50 49 – 25 24 – 0

 

2. Mündliche und fachspezifische Leistungsbewertung

Mündliche und andere fachspezifische Leistungen sind schwerpunktmäßig in Lernsituationen zu beobachten, weniger in Überprüfungssituationen

Das bedeutet aber, dass in den Lernsituationen natürlich Fehler und Umwege auf dem Weg zum Kompetenzerwerb erlaubt und konstruktiver Teil des Lernprozesses sind. Die Schüler müssen ermutigt werden sich auch bei Unsicherheiten mündlich zu beteiligen und ihren Denkansatz zur Diskussion zu stellen.

Die Beobachtungen erfolgen im mündlichen und fachspezifischen  Bereich vorrangig prozessorientiert:

  • d. h. welche Rechen- oder Lösungswege wählt der Schüler, kann er Zusammenhänge erkennen, Gesetzmäßigkeiten anwenden und Lösungsstrategien entwickeln
  • sind die Lösungswege angemessen und schlüssig , ist das Resultat richtig
  • bringt er kreative Ideen ein und ist flexibel bei der Vorgehensweise
  • besitzt er mündliche Darstellungsfähigkeit, kann er Lösungswege beschreiben, Begründungen formulieren
  • setzt er/sie sich zielgerichtet und kontinuierlich mit mathematischen Fragestellungen auseinander
  • nutzt er/sie vorhandenes Wissen und kann dieses übertragen
  • kann er/sie die Mathematik in Lebenssituationen anwenden
  • geht er/sie sachgerecht und angemessen mit didaktischem Material um
  • nutzt er/sie technische Hilfsmittel  adäquat (Lineal, Geodreieck, Messbecher, Maßbänder, Umgang mit dem Computer  etc.)
  • ist er in der Lage sein Heft ordnungsgemäß zu führen in Schrift und Form
  • ist er/sie fähig, mit anderen Schülern bei der Lösung von Aufgaben zu kooperieren
  • ist er/sie bereit, anderen Mitschülern zu helfen und sie zu unterstützen

Die individuellen Kompetenzen sollen  festgestellt und individuelle Leistungssteigerung  berücksichtigt werden. Dem mündlichen und fachspezifischen Bereich  wird somit ein großer Stellenwert zugemessen.

Die Zeugnisnote setzt sich hinsichtlich der schriftlichen einerseits  sowie der mündlichen und fachspezifischen  Wertung andererseits

in der Regel im Verhältnis  40% zu 60%  zusammen.

Bei manchen Schülern ist es pädagogisch sinnvoll die Stärken des Kindes auch stärker zu gewichten. Im Einzelfall kann also von dieser Regelung zugunsten des Kindes abgewichen werden.

 

3. Zeugnisaussagen zum Ende des 1. und 2. Schuljahres

Der Zeugniserlass sieht vor, dass ab Ende der Klasse 1 in Mathematik die Lernstände zu den Inhaltsbereichen:

  • Zahlen und Operationen
    • Orientierung im Zahlenraum bis 20
    • Zahlzerlegung
    • Addition und Subtraktion im ZR bis 20
    • Sicherheit im Zehnerübergang
  • Größen und Messen
    • Geldwerte
  • Raum und Form
    • Lagebeziehungen
    • Kenntnis der Formen Quadrat, Rechteck, Dreieck, Kreis
    • Auslegen von Figuren
    • Nachlegen von Figuren
    • Herstellen von Faltfiguren

formuliert werden.

 

Die prozessbezogenen Kompetenzen fließen jeweils mit ein.

  • Aus Darstellungen die relevanten Informationen entnehmen (Modellieren)
  • Lösungsstrategien entwickeln und nutzen (Problemlösen)
  • Eigene Vorgehensweise beschreiben (Kommunizieren)
  • Eine Darstellung in eine andere übertragen (Darstellen)

 

Am Ende von Klasse 2, wenn es um die Versetzung geht,  werden die Lernstände zu den Inhaltsbereichen:

  • Zahlen und Operationen
    • Orientierung im Zahlenraum bis 100
    • Addition und Subtraktion mit einstelligen (zweistelligen) Zahlen im ZR bis 100
    • Sicherheit in den Zehnerübergängen
    • Vorstellung und Automatisierung des kleinen Einmaleins
  • Größen und  Messen
    • Strecken messen und zeichnen
    • Sachrechnen
    • Geldwerte
  • Raum und Form
    • Sichere Unterscheidung der Grundformen
    • Erkennen und Herstellen von achsensymmetrischen Figuren
    • Geometrische Muster entwerfen und fortsetzen
    • Körper: Würfel, Quader, Kugel

im Zeugnis formuliert

Die prozessbezogene Kompetenzen fließen auch in Klasse 2 – teilweise in erweiterter Form – mit ein

  • Sachprobleme in mathematische Aufgaben übertragen (Modellieren)
  • Mathematische Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten bei der Bearbeitung problemhaltiger Aufgaben anwenden (Problemlösen)
  • Über Lösungswege reflektieren   (Kommunizieren)
  • Für das Bearbeiten mathematischer Probleme geeignete Darstellungen nutzen (Darstellen)

 

Als Mindestanforderungen am Ende der Klasse 2 muss die Schülerin/der Schüler folgendes für eine Versetzung erreicht haben:

 

Zahlen und Operationen

  • kann Mengen bezüglich ihrer Anzahl sowie Größer- und Kleinerbeziehungen im Zahlenraum bis 100 angeben und notieren
  • kann zu einer zweistelligen Zahl eine einstellige Zahl mit Zehnerübergang addieren und subtrahieren
  • kann Kernaufgaben des kleinen Einmaleins und deren Umkehrung automatisiert wiedergeben
  • hat eine Grundvorstellung von der Multiplikation und der Division

 

Raum und Form

  • kann geometrische Grundformen (Rechteck, Quadrat, Dreieck, Kreis) und Körper (Würfel, Quader, Kugel) unterscheiden, benennen und in der Umwelt wieder erkennen
  • hat Grunderfahrungen zur Symmetrie gesammelt und kann mit symmetrischen Figuren umgehen

 

Größen und Messen

  • kennt die erarbeiteten Größen (Längen, cm, m) Geldwerte (€, Ct), Zeitspannen (Jahr, Monat ,Woche, Tag, Stunden, Minuten) und kann mit ihnen altersgemäß umgehen

 

Prozessbezogene Kompetenzen

  • benutzt eingeführte Fachbegriffe sicher
    kann eigene Lösungswege beschreiben

Das Ziel am Ende des 2. Schuljahres ist erreicht, wenn der Schüler/die Schülerin die Kompetenzen im Bereich Zahlen und Operationen sowie einem der beiden weiteren Bereiche Größen und Messen oder Raum und Form erreicht hat. Der gesamte Lehrgang ist nicht erreicht, wenn Zahlen und Operationen nicht erreicht sind.